Kersten Artus (MdHB), gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, meint In ihrer Presseerklärung vom 02.08.2011: "Mit der Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft vor zehn Jahren wurde zwar viel für die Gleichbehandlung von Lesben und Schwulen erreicht. Zugleich wurden gleichgeschlechtliche Paare aber weiterhin von der Ehe ausgeschlossen. Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist daher nur ein Baustein in der Geschichte der Gleichstellung."
Es komme darauf an, die rechtliche Gleichstellung aller Lebensgemeinschaften zu erreichen. "In Ländern wie Spanien, den Niederlanden, Belgien, Kanada, Südafrika, Norwegen und Portugal ist es bereits Normalität, dass Homosexuelle die Ehe nach dem Zivilrecht eingehen können. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland ist für eine rechtliche
Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe."
Es verwundert nicht, daß die bundesrepublikanische Presselandschaft bei diesem Thema noch Entwicklungspotential aufweist und gern im gleichen Atemzug 'vereinfacht' und Äußerungen der Partei DIE LINKE überspitzt.
So meint die MoPo "Überholt und verzichtbar Linkspartei fordert: Schafft die Ehe ab!"
Auch auf Facebook (wie hier rechts zu sehen) wird zwischenzeitlich lebhaft über die Presseerklärung diskutiert.
Kersten Artus selbst schreibt dazu auf ihrem Blog:
"Allerlei Spekulationen und Interpretationen ranken sich um den kleinen Text. Einige haben meine Pressemeldung (noch) nicht gelesen, die Anlass für die Mopo war, das Thema aufzugreifen.
Andere kochen ihr linkenfeindliches Süppchen, um ihre Ergüsse auszukippen. Viele finden die Intention des Textes gut.
... Niemand fordert ein Verbot der Ehe. Wir Linke sind für die Öffnung der Ehe, so dass es keinen Unterschied mehr gibt zu anderen Zusammenlebensformen, egal ob schwul-lesbisch, Transgender, Patchwork, Einelternfamilien, Dreierkonstellationen, Freundinnen, nicht-verwandte Generationenbündnisse."
