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Eimsbüttel gegen rechts - Gedenken an Magda und Paul Thürey

Unsere Kundgebung Eimsbüttel gegen rechts dürfen wir angesichts von über 100 Teilnehmern getrost als vollen Erfolg bezeichnen - vor allem, wenn man berücksichtigt, dass aufgrund der Pandemie-Maßnahmen politische Veranstaltungen ein besonderes Maß an Organisation bedürfen. 

 

Dass der Kampf gegen rechts nichts von seiner Wichtigkeit verloren hat, zeigen die jüngsten Ereignisse: Auch in Eimsbüttel sind rechte Aktivitäten zu beobachten: Das Attentat auf einen jüdischen Studenten vor der Synagoge Hohe Weide im Oktober ist der bedrohlichste Vorfall, der überregionale Aufmerksamkeit erregte. Aber auch Hakenkreuzschmierereien und rechte Botschaften nehmen zu. Daher ist die Forderung Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg heute aktueller denn je. 

Das offizielle Gedenkgeschehen zum Thema antifaschistischer Widerstand in Deutschland fällt merkwürdig einseitig aus. Erwähnt wird vor allem der adelig-großbürgerliche Widerstand um die Hitler-Attentäter, der 1944 scheiterte. Auch der kirchliche Widerstand findet Berücksichtigung, und natürlich der studentische durch die Weiße Rose. Was jedoch regelmäßig fehlt, ist eine offizielle Würdigung linker Widerstandskämpfer:innen. Dem setzten wir heute unsere Erzählung des linken Widerstands in Eimsbüttel entgegen (für Details zum Inhalt der Veranstaltung: siehe unsere Ankündigung).

Unterstützt wurde die Kundgebung durch den Verband der Verfolgten des Naziregimes, der DKP Eimsbüttel und dem Vorsitzenden der Eimsbütteler Bezirksfraktion der SPD, Gabor Gottlieb. Dieser Schulterschluss gegen rechts ist notwendig, denn die Fehler der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen. Feindschaften, Animositäten oder auch Gleichgültigkeit zwischen und gegenüber politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen vor und nach 1933 führten zu einer Zersplitterung des Widerstands und beraubten ihn letztendlich eines großen Teils seiner Wirkmacht. 

Aus der Geschichte zu lernen, bedeutet für uns auch, zu erkennen, dass der Feind immer noch rechts steht und sich damals wie heute nicht für politische oder ideologische Unterschiede seiner Gegner interessiert. In diesem Sinne war diese Kundgebung ein ermutigendes Zeichen: Eimsbüttel steht stabil und vor allem gemeinsam gegen rechts, gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Dies wurde auch in den Redebeiträgen nachdrücklich thematisiert. 

 

Als Redner:innen durften wir begrüßen: 

  • André und Tanja Buschmann, VVN Eimsbüttel
  • Gabor Gottlieb, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Eimsbüttel
  • Katharina Schubert-Kniesche, DKP Eimsbüttel
  • Gerald Kemski-Lilleike, Sprecher der LINKEn des Bezirksverbands Eimsbüttel

Moderation: Sabine Ritter, Sprecherin der LINKEn des Bezirksverbands Eimsbüttel

Thema unserer Kundgebung war die Ehrung der antifaschistischen Widerstandskämpfer Magda und Paul Thürey, die beide durch das nationalsozialistische Regime ermordet wurden: Paul Thürey wurde 1944 hingerichtet, seine Witwe Magda Thürey starb im Sommer 1945, nach ihrer Befreiung, an den Folgen der Inhaftierung. Vor dem Haus, in dem die beiden lebten und ihren Seifenladen “Waschbär” betrieben, wurden bereits zwei Stolpersteine angebracht. 

Die LINKE. Eimsbüttel fordert ergänzend, eine Gedenktafel am Haus Emilienstraße 30 anzubringen, die über diese beiden mutigen Persönlichkeiten und die Rolle des Waschbär als Eimsbütteler Zentrale des antifaschistischen Widerstands informiert. 

Da so etwas erfahrungsgemäß dauern kann, haben wir heute im Rahmen unserer Aktion eine provisorische Gedenktafel installiert. 

 

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmer:innen, die dieser stimmungsvollen und berührenden Kundgebung zum Erfolg verholfen haben!

 


»DIE LINKE kämpft in einem großen transformatorischen Prozess gesellschaftlicher Umgestaltung für den demokratischen Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Dieser Prozess wird von vielen kleinen und großen Reformschritten, von Brüchen und Umwälzungen mit revolutionärer Tiefe gekennzeichnet sein.«

Erfurter Programm der Partei DIE LINKE, Berlin 2012, S. 45

DIE LINKE. Hamburg, Programm zur Bürgerschaftswahl 2020

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