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Das große Poststerben

In Eimsbüttel soll nach der Filiale in der Hoheluftchaussee (wir berichteten) nun die nächste Postfiliale geschlossen werden. Diesmal trifft es die Schlüterstraße 51. Diese Filiale versorgt den Grindel mitsamt dem Univiertel und Rotherbaum. Als Ersatz versucht die Deutsche Bank, der mittlerweile die Postbank und damit auch die Filialen gehört, den Kund:innen mal wieder die sogenannten Postshops schmackhaft zu machen. Doch das funktioniert bereit jetzt nicht. 

Postshops sind Läden, meist Kioske, deren Kerngeschäft ein anderes ist. Die Mitarbeiter:innen werden entsprechend angelernt, können jedoch nicht den Service eine Filiale vollständig übernehmen. Dies gilt vor allem für das Bankgeschäft, dessen Betreuung einer besonderen Qualifikation und speziell ausgestatteter Räumlichkeiten bedarf. Auch wenn die Mitarbeiter:innen der Postshops durchaus engagiert und fähig sind, sind die Ladengeschäfte nicht auf den Andrang einer Postfiliale ausgerichtet. Das bedeutet lange Wartezeiten und sehr lange Schlangen, die bis weit auf die Bürgersteige reichen. Gerade in Corona-Zeiten und für Senior:innen oder Menschen mit Behinderungen ist dies eine große Belastung. 

Auch auf Kund:innen der Postbank kommen interessante und vor allem mühsame Zeiten zu. Das weiß jeder, der mal versucht hat, mit den Mitarbeiter:innen der zentralen Callcenter ein Gespräch zu führen oder eine Frage zu stellen, die nicht mit Allgemeinplätzen zu beantworten ist. Auch hier sind Menschen, die nicht am digitalen Leben teilnehmen können oder wollen, klar im Nachteil. 

Die Motivation für die Schließung ist klar: Die Deutsche Bank ist ein Wirtschaftsunternehmen, das somit mit allgemeiner Daseinsvorsorge nichts zu tun hat. Sie betrachtet Postfilialen allein unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit. Das darf für allgemeine Daseinsvorsorge jedoch kein Maßstab sein. Hier wurde durch falsche politische Entscheidungen zusammengebracht, was einfach nicht zusammengehört. 

Wir werden die Schließung der Postfiliale in der Schlüterstraße nicht hinnehmen und Protestaktionen veranstalten (bleiben Sie für konkrete Termine dran! Wir berichten!). 

Wer die Post wissen lassen möchte, dass die Postfiliale in der Schlüterstraße bleiben muss, kann sich unter folgender Adresse/Telefonnummer beschweren: 

Telefon: 8558-3737

E-Mail: pressestelle.hamburg@dpdhl.de

Im gesamten Bezirk Eimsbüttel würden nach einer Schließung in der Schlüterstr. nur noch Postbankfilialen im Heußweg (Karl-Schneider-Passage), am Tibarg (Niendorf) und am Eidelstedter Platz übrig bleiben. Diese sind schon heute total überlastet.

Wir fragen uns: Wann will die Deutsche Bank aus Profitgründen auch diese Filialen schließen?

 

Bericht zur Schließung Schlüterstraße: Eimsbütteler Nachrichten

 


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Erfurter Programm der Partei DIE LINKE, Berlin 2012, S. 45

DIE LINKE. Hamburg, Programm zur Bürgerschaftswahl 2020

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